„Mein Dobermann Tagebuch“ – unser Interview mit Hermine

dobermann

Der Dobermann gilt allgemein als sehr freundlich, treu, kinderlieb, sensibel, wachsam, intelligent, folgsam… achja, und er klaut gerne Mal ein Brötchen aus Kinderwagen. Zumindest Rüde Max, den wir heute vorstellen. Besitzerin Hermine hat sich für ein kurzes Interview Zeit für uns genommen und berichtet etwas über ihren treuen Begleiter. Bei den beiden merkt man schnell, dass es sich um ein eingeschworenes Team handelt und sie eine besondere Verbindung haben. Da macht es einfach Spaß, mehr zu erfahren – auf Hermines Blog www.extramoravak.at. Dort gibt die 30-jährige außerdem Tipps für Hundebesitzer und bloggt rund ums Thema Hund. Und darüber kann man ja nie genug wissen!

Wie kam es zu deiner Leidenschaft für Tiere?

Meine Leidenschaft für Tiere begann eher zurückhaltend: An das Thema Tiere habe ich mich langsam mit dem Wunsch eines Wellensittichs herangetastet. So süß der auch war, für mich stand fest, dass ein Tier nicht im Käfig zu sitzen hat, sondern mein ständiger Begleiter sein soll. Was liegt da näher als ein Hund? Bei mir lag der Gedanke an einen Hund allerdings in weiter Ferne, zumindest seitdem ich einmal vom Nachbars Hund im Spiel gezwackt wurde. Wie innerlich zerrissen war ich also, als meine Mutter mit einem Hundewelpen vor der Tür stand. Doch dieses kleine, zitternde Wesen, das sich hinter ihren Beinen versteckte, hatte mein Herz im Sturm erobert. Und damit war der Entschluss gefasst: So einen möchte ich auch. Der Wunsch wurde größer als ich von Zuhause auszog und den ebenfalls schwarzen Dobi nicht mehr täglich um mich hatte. Bis Max einzog schaute ich oft sehnsüchtig anderen Hundebesitzern hinterher und überlegte, wie sich ein Hund in meinen Alltag integrieren würde.

Du fährst in den Urlaub, aber kannst Max nicht mitnehmen. Also muss ein Tiersitter her. Was ist dir bei der Auswahl einer Betreuung am wichtigsten?

Gerade diese Integration in den Alltag ist oft nicht leicht, speziell wenn man den Anspruch hat, dass der Hund der stetige Begleiter ist. Auf Arbeit war das zum Glück nie ein Problem und meine Kollegen reagierten durchweg positiv auf den Hund in meinem Büro. Tatsächlich ist der Urlaub häufiger ein Problem. Urlaub ohne Max war für mich noch vor einigen Jahren undenkbar. Mit Kindern ergeben sich aber (Kurz-)Urlaube, bei denen ein Hund, und sei er noch so lieb, einfach nicht geduldet wird – in Freizeitparks beispielsweise. Max braucht deshalb eine verlässliche Betreuungsperson, die ich jederzeit beanspruchen kann. Die beste Wahl ist dabei für mich eine Person mit Hundeerfahrung, am besten ein Hundebesitzer. So wie die eigenen Kinder, vertraue ich auch meinen Max am liebsten Jemandem aus der Familie an. Leider klappt das nicht immer, weshalb ich eine Alternative gesucht und gefunden habe. Am wichtigsten war mir, dass Max dort viel draußen sein kann und Bewegung hat. Außerdem ist es natürlich toll, wenn er ausgelastet wird und Kontakt zu Artgenossen hat. Als perfekte Lösung hat sich der Hunde-Kindergarten erwiesen. Ein riesiges Außengelände, das unterteilbar ist, steht den Hunden zur Verfügung, die nach Sympathie in verschiedene Gruppen geteilt werden. Es gibt Hütten und Höhlen zum Verkriechen, Erde zum Graben, Wiese zum Schnüffeln und viele Spielfreunde. betreut werden die Tiere von Fachpersonal, die auch die Ausbildung zum Tierpfleger anbieten, und auch bei Raufereien einen kühlen Kopf bewahren. Und falls es einmal später wird oder länger dauert, genügt ein Anruf und Max darf über Nacht bleiben oder einfach einen Tag länger. max genießt einen extra Bonus – er darf bei den Betreuern in der Hütte schlafen, weil er so gern kuschelt.

Was sind deiner Meinung nach die besten Erziehungstipps für Hundehalter?

Für die Erziehung des Hundes sollte jeder einen eigenen Weg finden, denn nicht alle Methoden passen zu jedem Hund. Auch gilt, was heute funktioniert, kann in einigen Jahren überholt sein und einfach nicht mehr klappen. Max und ich genießen ein respektvolles Verhältnis zueinander und aus diesem Grund achtet Max auf mich und meine Befehle. Ein bedürfnisorientierte Erziehung ist in jedem Fall kein Fehler.

Wie hältst du Max fit?

Um erfolgreich erziehen zu können ist zudem Zuwendung sehr wichtig. Das verbinde ich gern mit einem Fitnessprogramm. Bereits zur Welpenzeit habe ich mit dem Jog-Your-Dog-Programm begonnen. Das hat Max gut ausgelastet, bevor wir auf Arbeit gelaufen sind und zugleich eine gute Grundkondition gegeben. Etwa drei Mal die Woche gehen wir Joggen. An Tagen, an denen ich daheim arbeite, drehen wir oft mittags eine Runde mit dem Fahrrad, nicht zu lang. 20 Minuten genügen, wenn das regelmäßig betrieben wird. Im Sommer wechsele ich das Programm gern und verzichte auf das Radfahren am Mittag. Stattdessen gibt es einen Spaziergang am nahegelegenen See, bei dem ich Max bewusst weit in Wasser Stöckchen werfe, damit er schwimmen kann. Das ist gut für die Gelenke, hält fit und macht meinem Schwarzen Spaß und kühlt vor dem besonders heißen Nachmittag etwas ab.

Was war die verrückteste/peinlichste Geschichte, die du mal mit Max erlebt hast?

Mit Max erlebe ich immer verrückte Dinge. Ich liebe es durch ihn schnell in Kontakt mit anderen Menschen zu kommen. Nicht immer ist das aber frei von Peinlichkeiten. Max ist gut erzogen, eine Sache allerdings werde ich mit Erziehung wohl nicht in den Griff bekommen: seine Verfressenheit. Die wurde uns schon mehrfach zum Verhängnis, besonders häufig auf dem Weihnachtsmarkt. Max liebt Kinderwagen, denn er hat herausgefunden, dass es dort meist etwas zu holen gibt. Wie viele Kindern futtern im Kinderwagen oder Buggy Pommes und Brötchen? Und die Höhe ist optimal für Max, er muss nur den Mund aufmachen! Das muss das Schlaraffenland für Hunde sein und in das begibt er sich oft. Wie gut verstehe ich aber die beängstigten Mütter, weshalb wir daran auch arbeiten.

 

Mein Dobermann-Tagebuch findet Ihr unter www.extramoravak.at

  1. Sweet-mary

    Juhu Dobermänner. Toller Blog. Schön das ihr darüber berichtet habt

    April 21st, 2014 // Reply

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