Interview mit Bärbel von Lieblingskatze.net

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Hallo Bärbel, danke für das Interview. Starten wir also gleich mit unseren Fragen:

Wie kam es zu deiner Leidenschaft für Katzen?

Ich mag Katzen, seit ich denken kann. Als Kind bin ich mit Katzen aufgewachsen – unsere Familie hatte eine, meine beiden Tanten hatten Katzen, und auch der Nachbarskater kam regelmäßig zu Besuch. Die Beziehung zwischen Mensch und Tier fasziniert mich generell: Meine Magisterarbeit im Fach Volkskunde hatte den Titel „Der Hund als Heimtier: Gegenstand oder Person?“ und ist sogar als Buch erschienen. Auch der Tierschutz ist mir wichtig. Ich bin keine Veganerin, lege aber Wert auf Produkte aus artgerechter Haltung.

Wie bist du dazu gekommen, einen Blog über Katzen zu machen?

Ich habe mich vor ein paar Jahren mit meiner Firma Marketing Kitchen selbstständig gemacht und blogge in dem Zusammenhang über Onlinemarketing und E-Commerce. Als Katzenfan habe ich mir viele Websites und Blogs über Katzen angesehen. Dabei ist mir aufgefallen, dass viele davon nur sehr unregelmäßig oder gar nicht mehr gepflegt werden. Andere Blogs decken nur ein bestimmtes Thema ab, zum Beispiel den eigenen Katzenhaushalt und was dort so alles passiert. Viele dieser Blogs sind ganz toll! Ich wollte dennoch etwas anderes machen, ein Onlinemagazin für Katzenfreunde. Ich wollte etwas machen, wo sich andere Katzenbesitzer informieren können, wo sie Hilfe finden, wenn sie Fragen oder Probleme haben – und wo sie auch unterhalten werden. So entstand Lieblingskatze.net.

Außerdem: Bevor ich Elvis aus dem Tierheim holte, hatte er dort mehr als einen Monat ausharren müssen. Das tat mir unheimlich leid. Deshalb stelle ich auf Lieblingskatze.net immer wieder Katzen vor, die in Tierheimen auf einen neuen Besitzer warten.

Seit wann bist du Katzenbesitzer von Elvis?

Ich habe Elvis vor dreieinhalb Jahren aus dem Münchner Tierheim geholt. Elvis ist eine Fundkatze – man wusste rein gar nichts über sein Vorleben. Sein Alter wurde damals auf fünf Jahre geschätzt. Er war extrem ängstlich und muss wohl einiges durchgemacht haben. Inzwischen hat er sich aber gut bei uns eingelebt. Er verfällt längst nicht mehr so oft in Panik, zum Beispiel wenn Besuch kommt. Gäste werden jetzt neugierig beschnuppert. Und von manchen lässt er sich sogar streicheln.

Woher nimmst du deine Inspiration für deine Blogposts?

Viele Ideen entstehen durch das Zusammenleben mit Elvis. Wie gewöhnt man eine ängstliche Katze ein? Wie beschäftigt man eine Wohnungskatze? Welches Futter ist das Beste? Das sind alles Fragen, die mich auch selbst interessieren. Darüber hinaus finde ich einen großen Teil meiner Inspiration im Internet. Auf Facebook oder in Katzenforen erfahre ich, was andere Katzenhalter umtreibt. Daraus entstand zum Beispiel ein zweiteiliger Artikel über Unsauberkeit. Ich verstehe mein Blog als eine Art Magazin, dass seine Leser nicht nur informieren sondern auch unterhalten will. Deshalb suche ich auch immer nach interessanten und witzigen Katzen-Geschichten.

Beschreibe dich in 5 Worten!

Humorvoll, kritisch, empathisch, kreativ und natürlich tierlieb.

Was ist deine schönste Erinnerung mit Elvis?

Der schönste Moment war der, als Elvis zum ersten Mal aus seinem Versteck kam. Nachdem ich mit ihm zuhause angekommen war, hatte er sich sofort unter das Sofa geflüchtet. Dort harrte er die ganze Nacht und den nächsten Tag über aus. Im Tierheim hatte man mich vorgewarnt: Manche Katzen verstecken sich mehrere Tage lang in ihrem neuen Zuhause. Doch am Abend stand er plötzlich am Fenster. Ich setzte mich vorsichtig auf das Sofa, sah zu ihm hin und blinzelte ihn an. Blinzeln bedeutet in der Katzensprache nämlich Lächeln. Elvis blinzelte zurück. Ich hielt den Atem an. Jetzt nur nichts falsch machen! Und dann sprang Elvis vom Fensterbrett zu mir auf die Couch und setzte sich – mit einem gebührenden Sicherheitsabstand – neben mich. Das Sofa gehört auch heute noch zu seinen Lieblingsplätzen.

Wenn ihr mehr von Bärbel lesen möchtet schaut auf jeden Fall hier vorbei: Lieblingskatze

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