Erst denken, dann schenken…

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Bildquelle: http://hotelketten.net/urlaub-mit-haustieren

Die ewige Frage…

Es ist wieder mal soweit, der heilige Abend rückt immer näher. Wir backen Kekse, schlürfen Glühwein, bummeln gemütlich über den Weihnachtsmarkt und beschäftigen uns vor allem dauernd mit dem verflixten Gedanken, was wir denn bloß unseren Lieben schenken sollen. Etwas Ausgefallenes soll es schon sein. Nicht wieder irgendwelche Verzweiflungskäufe wie Socken, Cremes oder ähnliche Trauerfälle –  und natürlich auf gar keinen Fall das Gleiche, was auch Tante Inge schenkt. Insbesondere die ältere Belegschaft möchte gerne das „Besondere“ schenken und sträubt sich gegen Gutscheine, Geldgeschenke und Co. Ob diese nun auch gewünscht waren oder nicht.

Also was kommt dann am besten unter den Baum, wenn nicht die öden schnöden gewünschten Geschenke?

 

Geschenke mit Pfoten

Nun, häufig werden es Hunde, Katzen, Kaninchen oder andere Tiere die schlussendlich unterm Christbaum landen. Zumeist als Geschenk für Kinder. Und zumeist auch mit Begeisterung empfangen. Ist es ein Geschenk für die Kids, kommt an der Stelle jedoch meist schon der erste Unmut auf. Ist es kein Geschenk für ein Kind, dauert es jedoch dennoch meist nicht lange, bis die ersten Unannehmlichkeiten mit dem neuen Mitbewohner zutage treten. Seien es die regelmäßigen Gassi-Runden, das zusätzlich aufzubringende Geld oder die Haare auf dem Sofa. Ein Tier im Haus ist kein Gegenstand, sondern ein Lebewesen mit Herz und Verstand, welches Liebe, Fürsorge und Aufmerksamkeit braucht.

Dies jedoch wird häufig nicht genug oder gar nicht bedacht, wenn Tiere zu Weihnachten überstürzt verschenkt werden. Sicher – es gibt genug Leute, die dieses Geschenk angemessen durchdacht und mit dem „Wünschenden“ besprochen haben. Zu oft jedoch ist dies nicht der Fall und das anfänglich so tolle und geliebte Tier wird zur Belastung. Jedes Jahr nach Weihnachten spielt sich deshalb ein unnötiges Trauerspiel im ganzen Land ab.

 

Menschlicher Fehler –  tierisches Leid

Die Tierheime füllen sich mit unerwünschten Tieren, die als gutgemeintes Geschenk gedacht waren. Andere setzen die Tiere  in belebten Gegenden aus – um aus Scham nicht ins Tierheim zu müssen, dem Tier aber eine Chance zu lassen gefunden zu werden. Wieder Andere sind kaltherzig genug das arme Wesen irgendwo im Wald oder anderen Orten auszusetzen, wo es dann allein mit sich zurande kommen muss. Und sogar von erschlagenen und ertränkten Tieren hört man immer wieder.

 

Für die Zukunft:

Was wir mit diesen unschönen Ausführungen erreichen wollen? Letztendlich ein angemessenes Bewusstsein darüber, dass ein lebendes Wesen nicht behandelt werden sollte wie ein paar Socken, die bei fehlendem Gefallen eben fix in den Müll wandern können. Will man ein Tier verschenken, so sollte man es vorher gut durchdenken und unbedingt mit dem zu beschenkenden absprechen – somit wird viel Leid erspart. Darum gilt: Erst denken, dann schenken.

  1. Anne Marie

    Gut das ihr auch solche Themen ansprecht! Als Tierhalter ist es wichtig Verantwortung zu tragen

    Mai 25th, 2014 // Reply

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